"WAS IST EIGENTLICH NOCH ERLAUBT"?
Sexuelle Ausbeutung ist zwar kein Tabuthema mehr, doch sind Betroffene und die meisten Personen, die mit konkreten Situationen konfrontiert werden, oft ohnmächtig und fühlen sich hilflos.
Das wirft viele Fragen auf:
- " Darf ein Mädchen auf dem Schoss eines Leiters sitzen?"
- "Ist es noch erlaubt, dass ein Trainer den Arm um die Schultern des Jungen legt, wenn er ihm was erklärt?"
Solche und andere Fragen erreichen die Fachstelle mira fast täglich. Immer mehr Eltern, Kinder, Jugendliche, Leiterinnen und Leiter von Jugend- und Sportvereinen sind verunsichert und Fragen:
"WAS IST EIGENTLICH NOCH ERLAUBT"?
Prävention sexueller Ausbeutung
Die Präventionsangebote der Fachstelle mira zielen auf die grösstmögliche Sicherheit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Freizeitvereinen und Institutionen mit Freizeitangeboten.
Dazu ist es - unter anderem - wichtig über Grenzen und Grenzverletzungen zu sprechen.
Alle Menschen sollen mit ihren individuellen Grenzen ernst genommen werden. Wenn jemand "Nein" sagt, dann ist es auch ein Nein.
Gute Körperkontakte sind erwünscht und erlaubt, wenn dabei die Grenzen des Gegenübers berücksichtigt werden.
Die Prävention sexueller Ausbeutung beginnt dann, wenn es heisst:
Wir stehen dazu: Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe können auch in unserem Verein vorkommen. Wir dulden beides nicht.
(Punkt Eins der mira-Selbstverpflichtung für Vereine)
Viele Ansätze der Prävention zielen darauf ab, mögliche Opfer so vorzubereiten, dass sie entweder das Vergehen selber abwehren können oder dass sie später genügend Mut und Kraft haben, den Täter anzuzeigen.
Ebenfalls kann es sinnvoll sein, sie so zu stärken, dass sie nach einem Vorfall das Leben möglichst selbstständig weiterführen können. Hier stehen den Opfern kantonale Opferberatungsstellen und Fachstellen wie Castagna, Zürich zur Verfügung.
